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Was passiert, wenn Putin das AKW in die Luft jagt? NATO in Aufregung!


Ist Putin wirklich auf dem Weg zu einer atomaren Katastrophe?

Eine Warnung des Kremls vor einem möglichen ukrainischen Angriff auf das von Russland besetzte Atomkraftwerk (AKW) in Saporischschja (Süd-Ukraine) wirft die Frage auf: Plant Putin tatsächlich eine atomare Katastrophe? Ein Sprecher von Diktator Wladimir Putin (70) behauptet, dass Kiew einen „subversiven Akt“ gegen das Kernkraftwerk plane.

Experten sind sich einig: Diese Warnung ist in Wahrheit eine Drohung. Laut Militärexperte Carlo Masala (55) von der Bundeswehr-Universität München verfügt die Ukraine nicht über die Kapazitäten, das von den Russen besetzte AKW von außen zu sprengen. Im Gegensatz dazu sei Russland dazu in der Lage.

Masala vergleicht die Situation mit der Sprengung eines Staudamms und spricht von einer Politik der verbrannten Erde. Der ukrainische Generalstab warnte kürzlich, dass die Russen Sprengkörper auf dem Dach des Kernkraftwerks platziert hätten.

Die große Frage lautet: Was passiert, wenn Putin das AKW beschädigt oder in die Luft sprengt? Atom-Expertin Vero Wendland (57) erklärt auf Twitter, warum sie diese Drohungen ernst nimmt: „Aus Erfahrung wissen wir von realen russischen Kriegsverbrechen und Provokationen, die den Ukrainern in die Schuhe geschoben wurden, und müssen daher mit einem signifikanten Risiko rechnen, dass es sich auch heute so verhält.“

Und das, obwohl ein atomarer Zwischenfall auch Russen schaden könnte. Es ist bereits bekannt, dass es in der Vergangenheit eine „krasse russische Rücksichtslosigkeit gegenüber den eigenen Leuten“ gab.

Trotz der immer wiederkehrenden Drohungen erwartet Wendland keine große Katastrophe: „Eine Zerstörung der Reaktorgebäude erscheint derzeit eher unwahrscheinlich. Sehr viel wahrscheinlicher ist jedoch eine Zerstörung und Unbrauchbarmachung der Turbosätze in den Maschinenhäusern durch die Russen.“

Auch das US-amerikanische Think-Tank „Institute for the Study of War“ (ISW) erklärt, dass eine „begrenzte russische Sabotage“ am Atomkraftwerk nicht zu einem „massiven radiologischen Zwischenfall“ führen würde. Die Reaktoren seien so konstruiert, dass sie erheblichen Schäden standhalten können.

Dennoch, selbst wenn eine Tschernobyl-ähnliche Atomkatastrophe ausbleibt, stellt sich die Frage, welche Auswirkungen es für die Front haben würde, wenn Putin das AKW in Saporischschja beschädigt. Wie würde die NATO darauf reagieren?

Politikwissenschaftler Thomas Jäger (62) von der Universität zu Köln erklärt in BILD: „Ein solcher Schaden hätte sofort Auswirkungen auf die Front, da die Kämpfe in diesem Gebiet eingestellt würden.“ Es ist unklar, welche Seite davon militärisch profitieren würde.

„Wie die Nato reagiert, ist nicht offengelegt“, sagt Jäger. Es gebe allerdings Indizien. „In den USA hat Senator Graham, ein wichtiger Unterstützer von Bidens Ukraine-Politik, gefordert, dies als Angriff auf die Nato zu werten.“

Der Experte weiter: „Es kann davon ausgegangen werden, dass Bidens Warnungen an Russland, man werde bei einem nuklearen Einsatz scharf reagieren, auch das damals schon von Russland besetzte AKW eingeschlossen hat.“ Einen sofortigen Gegenschlag der Nato schließt Jäger allerdings aus:

„Eine automatische Reaktion der Nato wird es meine Einschätzung nach nicht geben. Da sich Russland und die Ukraine sicherlich gegenseitig die Schuld zuweisen würden, wäre eine Untersuchung notwendig, die Aktion und Reaktion zeitlich trennt.“ Sergej Sumlenny vom „European Resilience Initiative Center“ fordert vom Westen eine klare Ankündigung: „Vernünftig wäre, wenn die Nato offen sagen würde, dass jeglicher ‚Unfall‘ im AKW als ein Atomwaffeneinsatz gegen die Nato eingestuft wird, weil Polen, Rumänien und die anderen Länder betroffen sein werden.

Mit entsprechenden militärischen Konsequenzen.“ Denn seit der Zerstörung des Kachowka-Staudamms durch die Russen sei klar, dass Moskau zu allem fähig sei. Auch ein AKW-Anschlag sei „keine Fantasie“ – darauf müsse man vorbereitet sein.

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